Ein neues Schwimmbad: Aber wie?

Twitterkomp Sie wollen ein Schwimmbad – und stehen ganz am Anfang der Informationsbeschaffung!

Was soll es denn sein? Betoniert? Folie? Fertigbecken? Im Boden (teilweise) versenkt oder auf der Erde stehend?
Die Angebote sind vielfältig, Lieferanten und Qualitäten ebenfalls und der Preisunterschied exorbitant.
Wie finden Sie sich als Laie auf diesem Gebiet durch den Dschungel?

Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar Kriterien an die Hand geben, die es Ihnen ermöglichen, zumindest eine Richtung festzulegen.

Fragen Sie sich zunächst:

  • Hallenbad oder Gartenbad? Soll Ihr Schwimmbad im Garten einen Platz finden oder bauen Sie eine ganze Halle dafür? Gibt es diese Halle schon?
  • Auf der Erde stehend oder in den Boden eingelassen? Die Lösungen reichen vom Becken, das einfach auf einen vorbereiteten Platz gestellt und gefüllt wird bis hin zu ganz oder teilweise eingelassenen Varianten – mit oder ohne Geländestützfunktion.
  • Ihr Budget? (Eigentlich müsste diese Frage ganz oben an erster Stelle stehen!) Denken Sie eher an 2.000, 10.000, 20.000, 50.000 oder 100.000 €? Nach oben hin sind keine Grenzen.
  • Warmbader oder Sportler? Baden Sie gerne warm, lassen sich dabei von Massagedüsen verwöhnen oder sind Sie der trainierte Schwimmer, für den Wassertemperatur nur nachrangig von Bedeutung ist, weil Sie Ihr tägliches Schwimmpensum schon auf Touren bringt?
  • Baden im Sommer oder tendenziell ganzjährig? Kann man von so etwas wie einer „normalen“ Badesaison sprechen, dann reden wir von ca. Juni bis August. Außerhalb dieses Zeitfensters ist die Wasserbeheizung ein wesentliches Ausstattungskriterium. Mit Beheizung und Abdeckung kann die Badesaison durchaus von März bis November ausgedehnt werden. Dem „Hardcore“-Schwimmer können wir durch zusätzliche Dämm-Maßnahmen und ausgewählte Heizsysteme auch im Gartenbad zum ganzjährigen Badevergnügen verhelfen.
  • Form des Beckens: Rechteckig oder Geschwungen? Hier geht es um Ihren Gusto: Mögen Sie strenge gerade Linien oder verspielte gerundete Formen? Wie passt sich das Becken in die Umgebung ein? Was passt zum Stil des Hauses?
  • Skimmer oder Überlaufrinne: Becken mit Überlaufrinne sind im Öffentlichen Bereich und bei gewerblicher Nutzung (Zimmervermietung, Hotelbetrieb) Pflicht. Sie bestechen durch bodenebenen Wasserspiegel. Dafür ist ein Mehr an Platz für einen Schwallbehälter erforderlich und die Investitionskosten sind höher.
  • Designvorlieben: Farbe des Beckens? Material? Ein cremefarbenes Becken wirkt anders als ein blaues, Edelstahl anders als Kunststoff.
  • Selbst mit anfassen oder alles machen lassen? Sind Sie Heimwerker und brauchen eigentlich nur Material und Hilfestellung beim Aufbau oder ist es Ihnen wichtig, alles aus einer Hand zu bekommen, weil Ihr Bad für Sie ausschließlich Freizeit bedeutet?
  • Manuelle oder vollautomatische Wasseraufbereitung? Diese Frage habe ich an den Schluss gestellt, weil die Vollautomatik ggf. auch nachgerüstet werden kann.

Haben Sie diese Fragen für sich beantwortet, kann der Schwimmbadbauer, der Ihnen ein Angebot unterbreiten soll, eine maßgeschneiderte Lösung für Sie finden.
Maßgeschneidert deshalb, weil die verschiedenen Beckensysteme unterschiedliche Bedürfnisse bedienen.

So können Sie mit einem betonierten Becken beispielsweise die ganze Vielfalt der Formen ausschöpfen, wohingegen Fertigbecken je nach Hersteller zwar ein relativ großes Designangebot haben, doch sowohl hinsichtlich des Aussehens als auch der Abmessungen standardisiert sind. Folienbecken sind, was die Badetemperatur anbelangt, limitiert, Edelstahlbecken optisch nicht Jedermanns Sache. Geflieste Becken leiden im Außenbereich unter Frost im Winter, Fertigbecken brauchen für die Lieferung und Einbringung ausreichend Zufahrtswege oder Einfallsreichtum.

Über allem steht Ihre preisliche Schmerzgrenze. Je klarer Sie diese für sich festgelegt haben und je deutlicher Sie diese kommunizieren, desto eher bleiben Ihnen Enttäuschungen erspart.
Jeder kennt wohl eine solche Situation: Da hat man sich in ein bestimmtes Modell verliebt und wenn man den Preis dazu erfährt, fällt man in Ohnmacht. Doch verliebt zu sein macht es schwer für Alternativen, weil der Platz schon besetzt ist.

Da hilft es, hinsichtlich der o.g. Abgrenzungspunkte schon Klarheit zu haben.

Natürlich können Sie im Internet die einschlägigen Informationen selbst zusammen tragen. Erfahrungsgemäß ist es für denjenigen, der einmal in seinem Leben ein Schwimmbad baut, schwierig und sehr zeitintensiv, die Spreu vom Weizen zu trennen und das passende System aus dem riesigen Angebot heraus zu filtern.

Dabei helfen wir Ihnen – mit inzwischen fast 30 Jahren Erfahrung im Schwimmbadbau stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.